8/05 – Kefalonia

Mitarbeiter des Steuerbüros Dr. Schönfelder machten Urlaub in Kefalonia!  Diese griechische Insel im Ionischen Meer ist eine Insel der Kontraste – einsame Strände am Fuße grüner Berghänge, steile Klippen, die ins azurblaue Meer stürzen, hohe Gebirge, dunkle Wälder in tiefe Schatten gehüllt.

Die menschlichen Besiedlungen gehen bis in die Altsteinzeit zurück. Kefalonia pflegte während der Mykenischen Periode Handelsbeziehungen bis zu den entfernten Kykladen. Der Vulkanausbruch auf Santorin 1500 v.Chr. beendete dies abrupt. Erst 2 Jahrhunderte später begann die Insel wieder zu gedeihen. Ab dem 7. Jh. v.Chr. war Kefalonia der Handelsmittelpunkt im Ionischen Meer.

Im 5. Jh. v.Chr. hatte Kefalonia vier wichtige Städte: Krane, Pali, Pronoi and Sami. Sie waren autonome Stadtstaaten mit eigener Währung. 187 v.Chr. wurde Kefalonia von den Römern erobert und gehörte später zu Byzanz. (395 n.Chr.)

1082 versuchten Wikinger vergeblich, die Insel zu unterwerfen. Schließlich kam Kefalonia zu Venedig und 1185 in den Besitz der Orsinis. 1483 wurde Kefalonia von den Türken zerstört. 1500 wurde die Insel von den Venezianern wieder zurückerobert und blieb in ihrer Herrschaft bis 1797, nun von Napoleon erobert. Der französischen Okkupation folgte eine kurze russische und türkische Herrschaft, bis schließlich 1809 die Briten die Oberhand gewannen. Diese endete 1864, als sich Kefalonia mit Griechenland vereinigte.

Der venezianische Einfluss ist heute noch überall auf der Insel ersichtlich!

7/05 – Lindwurm geschmort im eigenen Saft – das Klagenfurter Hausrezept

Man suche sich einen zirka 700 jährigen Lindwurm (älter werden sie zäh wie Schuhleder). Es sollte unbedingt einer sein, der sich bis dato ausschließlich von Jungfrauen ernährt hat. Hat er nämlich andere in seiner Wachstumphase verspeist, so bekommt das Fleisch einen galleartigen Geschmack, der auch nach tagelangem Beizen in Milch und Honig nicht wegzukriegen ist. Besonders schmackhaft ist es, die Bauchhöhle nach dem Ausnehmen mit Senf auszuschmieren und mit ein paar Stauden Zitronenmelisse und Rosmarin auszulegen. Zusammen mit Gemüsen der Saison ab in das Backrohr und zirka 3 Tage gschmort. Die Wartezeit verkürzt man sich am besten mit ein paar kühlen Schleppe Bieren.

In alter Zeit wurden Lindwürmer noch mit großen Haken – wie sie derzeit noch bei der Wörthersee Schifffahrt als Anker Verwendung finden – gefangen. Der Haken wurde an einem Stier oder Ochsen befestigt, bis schließlich der Lindwurm wie ein Fisch an der Angel daran zappelte. Sodann wurde er von Knechten mit Keulen erschlagen. Diese Prozedur gestaltet sich jedoch ziemlich aufwendig. Außerdem schüttet der Lindwurm durch den langen Todeskampf Stresshormone aus, die die Qualität des Fleisches vermindern. Zudem käme man heutzutage mit dem neuen Tierschutzgesetz in Konflikt. Es empfiehlt sich daher die einfachere Methode der christlichen Zeit zu verwenden, indem man einen der drei ritterlichen Nothelfer für die Jagd auf den Lindwurm verpflichtet. Diese ritterliche Jagdmethode auf Drachen orientiert sich mehr an der Art des spanischen Stierkampfes. Am bekanntesten ist wohl derzeit St. Georg, währernd St. Achatius und St. Eustachius etwas in Vergessenheit geraten sind, nichtsdestotrotz aber immer noch zur Verfügung stehen.

Für Vegetarier sei die Hl Margarethe erwähnt, ebenfalls eine der 14 Nothelfer (das Madl mit dem Wurm), als Beschützerin der Lindwürmer und Drachen.

6/05 – Bier-Pipeline

Mag. Kurt Schönfelder feierte seinen 70er. Zu diesem Anlass wurde die alte Bier-Pipeline zur Schleppe Brauerei wieder in Betrieb genommen. Im letzten Jahrhundert, als für die Gasthäuser in Ebenthal eine Bierleitung gelegt wurde, sorgte sich Mag. Kurt Schönfelder, seines Zeichens Eichmeister, rechtzeitig um einen eigenen Anschluss.

Zum Glück! Und so floß das helle Klagenfurter Blonde zur Freude aller Gäste in Strömen. Man brauchte nur die Pipn aufdrehen. Ein Genuss!

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder gratuliert herzlichst!

5/05 – Wo die Erdachse raussteht

Zu Besuch in Föllim im Weinviertel   –  da „wo die Erdachse raussteht“.

Glauben Sie nicht? Fragen Sie einen Weinviertler aus dem Bezirk Mistelbach.

Die Erdachse ist wichtig. Ohne sie gäbe es keine Jahreszeiten. Denn diese werden durch die Schrägstellung der Erdachse gegen die Erdbahn um die Sonne bedingt. Dadurch ist während des Frühlings und Sommers die Nordhalbkugel der Erde der Sonne zugewandt, während des Herbstes und Winters die Südhalbkugel.

Die Jahreszeiten sind der Zeitraum zwischen einem Äquinoktium (Tagundnachtgleiche) und einem Solstitium (Sonnenwende) bzw. umgekehrt. Der astronomische Frühling dauert daher von der Frühlingstagundnachtgleiche bis zur Sommersonnenwende (21. März bis 21. Juni), der Sommer von der Sommersonnenwende bis zur Herbsttagundnachtgleiche (21. Juni bis 23. September), der Herbst entsprechend bis zur Wintersonnenwende (21. Dezember), der Winter schließt das astronomische Jahr und endet wiederum an der Frühlingstagundnachtgleiche (21. März).

An einem Äquinoktium sind für alle Orte der Erde der Tag und die Nacht gleich lang, daher auch die Bezeichnung Tagundnachtgleiche. Zur Zeit des Sommersolstitiums sind die Tage auf der Nordhalbkugel der Erde am längsten, zur Zeit des Wintersolstitiums am kürzesten; auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt.

4/05 – Das Schneeglöckchen

Im frühen Frühling, wenn die Laubbäume noch blätterlos ihre nackerten Äste gen Himmel strecken, da erwacht das Schneeglöckchen aus seinem Winterschlaf. Denn noch ist kein Schatten im Wald durch die vielen Blätter der Bäume, und das Schneeglöckchen nutzt so das erhöhte Lichtangebot. Es treibt neben zwei langen Laubblättern eine einzelne, nach unten hängende Blüte aus, an der ein schmackhaftes Samenanhängsel baumelt. Die Ameisen lieben dieses Gustostückerl, tragen damit aber unbemerkt zur Ausbreitung des Schneeglöckchens bei. Wenn schließlich die Bäume austreiben und ergrünen, hat das Schneeglöckchen bereits genug Saft und Kraft in seiner Zwiebel gespeichert, um bis zum nächsten Frühling durchzuhalten.

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht fröhliche Ostern und einen wunderschönen Frühling.

3/05 – Die Heilige Gertrud

Die Heilige Gertrud von Nivelles, Fest am 17. März, Tochter Pippins des Älteren, ist die Schutzpatronin der Gärtner, der Reisenden und der Katzen.

Als Patronin der Früchte von Feld und Garten wird sie üblicherweise mit einem heiligen Stab, oft auch mit Spindel und umhertollendenden Mäusen dargestellt. Denn an ihrem Tag muss der Spinnrocken weggelegt werden, die Frühjahrsarbeit in Garten und Feld beginnt.

Ihre Macht über Nagetierschädlinge führte dazu, dass sie zur Patronin der Katzen wurde. Denn – es ist sie, die gegen eine Mäuseplage angerufen wird.

Die St. Gertrud-Minne war ein ab dem 11. Jahrhundert nachweisbarer Trinkbrauch sich versöhnender oder voneinander scheidender Menschen. Sie war berühmt für ihre Gastfreundschaft gegenüber Fremden. In Belgien nennt man das „Fluchtachterl“ für den Weg „St. Gertruds Glas“; und einige glauben, dass die Seelen der Verschiedenen die erste Nacht ihres Nachlebens in der zarten Obhut von St. Gertrud verbringen.

Eine wunderschöne, von Ernst Pfleger in Klagenfurt handgeschnitzte Gertrud können sie im Steuerbüro Dr. Schönfelder bewundern.

2/05 – Welt Zeit

Die Erde dreht sich in 24 Stunden um ihre eigene Achse. Diese Erdrotation entscheidet, ob es Tag oder Nacht ist, Morgen oder Abend. Denn immer nur die der Sonne zugewandte Seite wird von den Sonnenstrahlen erhellt, dort ist dann Tag.

Die Zeit wurde nach dem Stand der Sonne bestimmt und mit Sonnenuhren gemessen. Diese wahre Ortszeit ist aber nur für Orte, die sich auf demselben Längengrad befinden, gleich.

Im 19. Jahrhundert wurden die ersten überregionalen Standardzeiten festgelegt, die sich damals meist an der tatsächlichen Zeit der jeweiligen Hauptstädte orientierte.

Heute ist die Erdkugel in 24 Zeitzonen aufgeteilt, die aus politischen Gründen meist den Staatsgrenzen folgen. Diese gesetzliche Zeit kann dadurch aber von der örtlichen mittleren Sonnenzeit oft bis zu einigen Stunden abweichen.

Der Nullmeridian, der die Weltzeit festlegt,  läuft durch das Observatorium Greenwich in London. Westlich davon ist es später, östlich davon ist es früher. So beträgt die Differenz unserer Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) zur Weltzeit (UTC) eine Stunde, oder kurz: MEZ = UTC +1.

 

1/05 – Weißt du, wo ….

Weißt Du, wo die Nacht bleibt,
Wenn sie dem Lauf des Tages folgt?
Kennst Du das Zeichen?
Hast Du der Bäume Blätter gezählt?

Weißt Du, wer die Berge baute
Vor dem Sturz der Elemente?
Weißt Du, wer die belebte Erde stützt?

Die Seele klagt, weiß keine Antwort.
Wer hat es erschaut? Wer weiß das alles?

Ich achte die Bücher
wie auch das, was sie nicht wissen.

Taliesien

Walisischer Barde des 6. Jahrhunderts.
„Pennbardd“ – „Herr der Barden“, die höchste Auszeichnung, die einem Barden verliehen werden konnte.
Barde von König Uryen Regehd und seinem Sohn Ellfin. Er soll auch zum Hof des (mythischen) König Artus geladen worden sein.

12/04 – Weihnachtsgedicht vom Finanzamt

Denkt Euch ich habe das Christkind gesehen,
es war beim Finanzamt zu betteln und fleh’n.
Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer,
verlangt vom Christkind die Einkommensteuer.

Das Amt will noch wissen, ob es angehen kann,
dass das Christkind so viel verschenken kann.
Das Finanzamt hat so nicht kapiert,
wovon das Christkind dies finanziert.

Das Christkind rief: „Die Zwerge stellen die Geschenke her“,
da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär.
Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben,
und die Erlöse wären anzugeben.

„Ich verschenke das Spielzeug an Kinder “ wollte das Christkind sich wehren,
dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären.
Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen haben,
wäre dieses jetzt besser zu sagen.

„Meine Zwerge besorgen die Teile,
und basteln die vielen Geschenke in Eile“
Das Finanzamt fragte wie verwandelt,
ob es sich um innergemeinschaftliche Erwerbe handelt.

Oder kämen die Gelder, das wäre ein besonderer Reiz,
von einem illegalen Spendenkonto aus der Schweiz.
„Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld,
Ich beschenke doch die Kinder in der ganzen Welt.“

„Aus allen Ländern kommen die Sachen,
mit denen wir die Kinder glücklich machen.“
Dieses wäre ja wohl nicht geheuer,
denn da fehle ja die Einfuhrumsatzsteuer.

Das Finanzamt, von diesen Sachen keine Ahnung,
meinte, dies wäre ein Fall für die Steuerfahndung.
Mit diesen Sachen, welch ein Graus,
fällt Weihnachten dieses Jahr wohl aus.

Denn das Finanzamt sieht es so nicht ein,
und entzieht dem Christkind den Gewerbeschein.

Anonymous

11/04 – Letztens im Weißensee

Blubb, blubb, blubb ….