5/14 – Der Simbacher Huchen

Im Norden vom Innviertel fließt der Inn und bildet eine natürliche Grenze zu Deutschland. Auf österreichischer Seite liegt Braunau, am gegenüber liegenliegenden Ufer in Bayern Simbach. Die alte  Inn-Brücke verbindet die beiden Städte. Sie war einst ein wichtiger Grenzübergang und ist auch im Stadtwappen von Simbach enthalten.

Auf dieser Brücke hat die Stadt Simbach ein Denkmal errichtet. Der Flussgott Aenus (lat. für Inn) reitet nackt auf einem Huchen. Doch diese Skulptur des Bildhauers Dominik Dengl erhitzt die Gemüter der Bevölkerung Braunaus.

Dass Aenus in dieser Sehenswürdigkeit seinen Blick gen Simbach richtet, ist verständlich. Schließlich ist es ein Simbacher Wahrzeichen – argumentieren die Simbacher. Jedoch bewirkt diese Körperhaltung, dass nun genau die Kehrseite von Aenus nach Braunau zeigt. 🙂 Die Braunauer unterstellen dem Absichtlichkeit und fühlen sich verspottet. Ihr gutes grenzüberschreitendes Einvernehmen mit Simbach ist derzeit etwas unterkühlt.

Wie auch immer es gemeint oder nicht gemeint war, der Huchen von Simbach ruft bei mancher Brückenüberquerung ein Lächeln (oder Zähneknirschen) hervor. Der Po von Aenus ist jedenfalls wohl einer der am häufigsten Begutachteten.

Machen Sie sich am besten selbst ein Bild davon, wenn Sie im Innviertel sind, rät Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder.

Was ist ein Huchen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Huchen